Mut zum unperfekten Start

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Perfektionismus besiegen: Warum ich endlich anfange zu bloggen

Ich liebe kreative Inhalte – sei es in Form von Texten, Bildern oder Videos. Besonders psychologische und soziologische Analysen, Selbstreflexion und persönliche Entwicklung interessieren mich. Immer wieder stosse ich auf inspirierende Gedanken, die mich zum Nachdenken bringen. Einer davon hat mich besonders getroffen: Perfektionismus hält uns oft davon ab, überhaupt anzufangen. Diese Erkenntnis hat mich direkt erwischt. Denn seit Jahren trage ich eine Idee mit mir herum: Ich will einen Blog starten und meine Gedanken teilen. Doch der Anspruch, es perfekt zu machen, hat mich immer wieder ausgebremst.

Der Traum vom Blog – und die Perfektionsfalle

Unzählige Male sass ich mit meinem Laptop in einem Café oder im Park und schrieb drauflos. Doch jedes Mal blieb es beim Entwurf. Ich dachte oft, es liegt daran, dass ich es nicht genug will oder zu wenig Disziplin habe. Aber die eigentliche Ursache war eine andere: die Angst vor der Reaktion anderer. Was, wenn meine Texte nicht gut ankommen? Mein Blog sollte in meinem Kopf perfekt strukturiert, persönlich, unterhaltsam, informativ und einzigartig sein – nur dann, so dachte ich, wäre er „richtig“.

Diese hohen Ansprüche lähmten mich. Ich musste viel lesen, Podcasts hören, Empowerment-Reels anschauen und mich selbst reflektieren, bis ich zu folgender Erkenntnis kam:

  • Perfektion ist nicht erreichbar.
  • Sie bedeutet für jede:n etwas anderes.
  • Ich werde nie alle Geschmäcker treffen.
  • Mein Wert hängt nicht von einem (erfolgreichen) Blogbeitrag ab.

Während meines Reflexionsprozesses wurde mir bewusst, wie vielschichtig das Thema Perfektion ist und wie viele Faktoren damit zusammenhängen. Selbstwertgefühl, soziales Umfeld und Sozialisierung spielen eine grosse Rolle im Umgang mit dem eigenen Perfektionsanspruch. Da dieses Thema sehr umfassend ist, werde ich es in einem anderen Beitrag vertiefen und meine persönlichen Erkenntnisse teilen.

Doch zurück zur entscheidenden Frage: Wenn Perfektion weder erreichbar noch notwendig ist – warum sollte sie mich dann aufhalten? Warum nicht einfach mit „gut genug für mich“ starten?

Warum „gut genug“ besser ist als perfekt

Eine weise Frau auf Instagram 😉 sagte einmal: „Es geht nicht darum, die richtige Entscheidung zu treffen, sondern die Entscheidung richtig zu treffen.“ Übertragen auf meinen Blog bedeutet das: Ich muss nicht alles von Anfang an perfekt machen. Viel wichtiger ist es, einfach zu starten – und unterwegs zu lernen und zu wachsen.

Ich weiss also theoretisch, was zu tun ist: einfach anfangen… Doch ganz ehrlich? Die hartnäckige Stimme meiner inneren Kritikerin lässt sich nicht so leicht abschalten. Aber genau das gehört vermutlich zum Lernprozess. Immer wieder bewusst gegen sie ankämpfen – und vielleicht wird es mit der Zeit einfacher.

Das hier ist also mein erster Beitrag. Er ist nicht perfekt – aber er ist gut genug. Natürlich kostet es Überwindung, auf „Veröffentlichen“ zu klicken, weil ich mich sichtbar und angreifbar mache. Aber ich weiss: Der Beitrag ist nur der Startpunkt. Mein Selbstwert hängt nicht von der Qualität meines Blogs ab, und es wird immer Menschen geben, denen er nicht gefällt – und das ist völlig in Ordnung. Was ich jedoch gewinne, ist die Möglichkeit, neue Seiten an mir zu entdecken und zu wachsen. Wer weiterkommen will, muss den ersten Schritt wagen.

Wenn du das hier liest, habe ich den Start geschafft – und meine innere Perfektionistin das erste Mal besiegt. Vielleicht wird es mir beim nächsten Mal schon etwas leichter fallen. Fingers crossed!

Dein Schritt in Richtung „gut genug“

Vielleicht stehst du auch an einem Punkt, an dem dich Perfektionismus ausbremst. Sei es ein Projekt, eine Idee oder eine Veränderung, die du schon lange angehen möchtest – was wäre, wenn „gut genug“ der beste Startpunkt wäre?

Lass uns gemeinsam diesen ersten Schritt wagen! Teile deine Gedanken in den Kommentaren: In welchem Bereich deines Lebens könntest du Perfektionismus loslassen und einfach anfangen? Gibt es eine Erfahrung, die du gemacht hast, oder einen Tipp, der dir geholfen hat? Ich freue mich auf den Austausch mit dir!

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